Zurück aus Usbekistan
von Patrick um 11:47 Uhr in Internes, Lesen, Sehen
Der Staub der Wüsten Kizilkum und Karakum ist abgewaschen, die erste Waschmaschine läuft, meine Verdauung kommt langsam wieder zur Ruhe, nur meine innere Uhr ist noch etwas durcheinander. Gestern bin ich wieder wohlbehalten nach dreizehnstündiger Reise im so beschaulichen und – im direkten Vergleich – schön bunten, wenn auch wetterlich tristen Deutschland angekommen, nachdem ich die letzten zwölf Tage eine äußerst interessante und beeindruckende Reise durch Usbekistan machen durfte.
Ein bißchen Katastrophe… oder: Unwetter über Bonn
von Patrick um 21:40 Uhr in Lesen
Vor nicht ganz drei Stunden bin ich mit Mühe und Not und der Deutschen Bahn von der Arbeit nach Hause gekommen und habe die gesamte Zeit danach ausschließlich mit meiner Versicherung telefoniert, mein Wohnzimmer (im ersten Stock!) trockengelegt, meine Küche trockengelegt, den Keller zumindest begutachtet, nachdem ihn die Feuerwehr ausgepumpt und freigegeben hat. Ich bin echt fertig…
Mittlerweile hat sich die Situation für mich zumindest dahingehend etwas beruhigt, dass ich zumindest absehen kann, dass sich der tatsächliche finanzielle Schaden für mich in Grenzen hält. Nachdem ich die 10-20 Liter Wasser aus meinem Wohnzimmer, meiner Küche und meinem voll gelaufenen Backofen (!) – es hat mir das Wasser wohl durch die Spüle bis in den ersten Stock hoch gedrückt – gewischt hatte, lüfte ich hier schon seit geraumer Zeit und hoffe mal, dass alles zügig durchtrocknet und mir der der Boden nicht in ein paar Tagen hochkommt – immerhin stand das Wasser mindestens schon ein bis zwei Stunden darauf. Die Teppiche sind definitiv hinüber, die Möbel sollten das Hochwasser hoffentlich überleben, nur meinen Herd werde ich heute sicherlich nicht mehr in Betrieb nehmen… auch wenn ich brutalen Hunger habe.
Geräuschmäßig dominieren die letzten Stunden Sirenen, Feuerwehrpumpen, Kettensägen und aufgeregte Menschen. Bonn muss es wirklich ziemlich schwer erwischt haben. Selbst mitbekommen habe ich nur wenig, obwohl ich in einem etwas außerhalb gelegenen Stadtteil Bonns arbeite. Es hat dort halt heftig geregnet, aber das war’s auch schon. Die Berichterstattung spricht aber schon von heftigem Chaos für die Bonner Innenstadt und auch andere Bonner Blogger sind offensichtlich zumindest peripher betroffen.
Update 22:30 Uhr: Hier noch ein Artikel des WDR zu dem Unwetter:
Siebter Tag: Tempel & Schreine in Nikko, Chuzenji-See und Kegon Fälle ‹ Japan
von Patrick um 10:02 Uhr in Lesen
Das gestrige Onsen-Bad tat tatsächlich sehr gut; leider scheint sich meine Erkältung jedoch eher zu verschlimmern als zu verbessern. Gerade fühle ich mich wieder zunehmend etwas fiebrig, daher nur ein kurzer Beitrag.
War gestern noch ein sehr schöner Tag mit strahlend blauem Himmel, war heute eher Waschküche angesagt. Kein Regen aber neblig und ungemütlich. Sobald die Sonne weg ist, ist es hier sehr kalt, definitiv unter 10 Grad. Nachdem ich mich heute morgen aus dem Bett gequält und fertig gemacht hatte, ging ich wieder zu den Tempeln und sah mir den Rest der Tempelanlagen und Schreine an. Wirklich extrem beeindruckend und insgesamt eine Atmosphäre, die mich etwas Chihiros Reise ins Zauberland (den Film) erinnert: überall diese Steinlaternen, reich geschmückte Tempel und Tore, Holzschnitzerereien und Lack, abgedunkelte Innenräume durch die man sich auf Socken bewegt und ab und an Musik oder der Klang von Klangschalen und Holzstöcken, die aufeinander geschlagen werden. Für einen Japanbesuch würde ich Nikko definitiv empfehlen.
Zweiter Tag: Tempel, Elektronik und Manga ‹ Japan
von Patrick um 16:24 Uhr in Lesen
Heute war ein langer Tag. Aber auch ein guter. Die Nacht schlief ich gut und habe auch weiterhin keine Probleme mit Jetlag. Um 8 Uhr morgens ging’s dann aus den Federn, recht erholt, denn gestern Abend war ich doch recht fertig. Nach einer Dusche frühstückte ich erstmal ausgiebig mit Kjetil, meinem norwegischen Mitstreiter, danach liefen wir zu Fuß nach Ueno, einem Stadtteil des eher “alten Tokyo”. Zunächst besuchten wir dort den großen Ueno-Park, einer der größten Parkanlagen Tokyos. Dort stehen auch die meisten Kirschbäume der Stadt, die zwar momentan noch nicht blühen, aber offensichtlich kurz vor dem Platzen stehen. Jedenfalls werden unter den Bäumen schon die Sitzgelegenheiten für die bevorstehende Hanami-Saison abgesperrt. Wir besuchten mit dem Tōshō-gū einen sehr schönen alten Schrein, der uns erstmals seit unserer Ankunft einen Einblick in das alte Japan bot. Nachdem wir uns etwas weiter im Park umgesehen hatten, beschloss Kjetil, sich den Zoo anzusehen, während ich mir weiter Ueno selbst mit seinen alten Häusern und Schreinen ansehen wollten. Wir verabredeten uns aber für drei Stunden später in Akihabara, einem anderen Stadtteil und gleichzeitig Elektronik- und Manga-Mekka Tokyos.
Thailand II: Songkran in Nong Khai
von Patrick um 23:43 Uhr in Lesen
Der Quelltext für diesen Beitrag wurde am 15. April 2005 verfasst.
Mittlerweile habe ich herausgefunden, dass ich, was die Hitze angeht, nicht zu empfindlich bin: Erstens klagen die Thais hier selbst über den dieses Jahr extrem heißen Sommer und zum anderen war der Tag, an dem ich zuletzt schrieb, tatsächlich mit 45 Grad im Schatten der heißeste Tag des Jahres bisher. Überdies noch war – laut Thai-Fernsehen – Udon Thani (die nächstgrößere Stadt) an diesem Tag der heißeste Fleck der ganzen Erde (an dem Temperatur gemessen wurde). Sechs der zehn heißesten Städte der Erde liegen zurzeit in Thailand. Im Moment geht’s aber. Wir hatten etwas Sturm und Regen und dabei hat es sich innerhalb einer Stunde um etwa 20 Grad abgekühlt. Das war dann auch wieder ein Schock. Den letzten Morgen war mir sogar fast kalt… Man gewöhnt sich doch recht schnell an die Temperaturen.
Die letzten Tage hatte ich wirklich den Spaß meines Lebens: Hier war (bzw. ist) ja Songkran, das thailändische Neujahr nach dem Mondkalender. Am Dienstag begann es, dass man auf der Straße nass gemacht wurde. Am Anfang trauten sich die Kinder und auch Erwachsene noch nicht so wirklich an mich heran und kamen nur etwas schüchtern zu mir und übergossen meine Hände mit etwas Wasser. Später kamen sie dann dafür zu fünft von allen Seiten mit ganzen Eimern. Bei der Hitze konnte mir das aber nur recht sein und alle hatten ihren Spaß dabei.
Nochmal Hwangsa ‹ Korea
von Patrick um 10:22 Uhr in Lesen
Hier noch einmal ein Artikel zu dem momentanen Phänomen, das hier in Korea als Hwangsa bezeichnet wird.
Eine Zugfahrt, die ist lustig… ‹ Korea
von Patrick um 10:44 Uhr in Lesen
Der heutige Tag ist bisher sehr kurz beschrieben: Aufgestanden, gepackt, im Regen zur Bahnstation gelaufen. Entfernung leider unterschätzt, also dauerte das eine Dreiviertelstunde. Regen unterschätzt – es fing immer stärker an zu gießen –, also klatschnass angekommen. Zug gerade weg, also zwei Stunden im (ausnahmsweise mal) kalten Warteraum warten, dann dreieinhalb Stunden im Zug nach Seoul. Gerade im Hostel angekommen.
Immerhin geht es gleich ins pralle Leben nach Hongdae… dann war der Tag nicht ganz umsonst… Und ich habe Hunger… :)
Hanok Village und Promotions ‹ Korea
von Patrick um 11:26 Uhr in Lesen
Da bin ich schon wieder und zur Abwechslung auch relativ erholt. Wieder aus meinem mittlerweile schon fast Stamm-PC Bang und mit viel Platz um mich herum. Nein, stimmt gar nicht, es ist ziemlich voll hier. Aber nachdem ich gerade alleine als Beilage zu meinem Kongnamulgukbap (콩나물국밥, lokale Spezialität: eine Art Mungbohnensuppe mit Gemüse und Ei, die sprudelnd serviert wird und in die man Reis hinein rührt) mindestens 20 roh eingelegte Knoblauchzehen gegessen habe, ist es nur eine Frage der Zeit, dass sich die Räumlichkeiten hier rapide leeren werden. Andererseits ist hier in Korea in fast allem Essen ziemlich viel Knoblauch.
Der Frühling ist da! ‹ Korea
von Patrick um 02:42 Uhr in Lesen
Ja, das ist er wirklich! Hier in Gyeongju ist es wunderbar frühlingshaft. Das Wetter ist toll, blauer Himmel, überall blühen die ersten Kirschblüten, Magnolien, Forsytien (schreibt man die so?) und Aprikosenbäume. Superschön. Und Kirschbäume gibt’s ja hier wirklich genug. Alleine eine ganze Allee mit Kirschbäumen laufe ich in die Innenstadt von Gyeongju entlang. Wahnsinn.
Heavy Sightseeing ‹ Korea
von Patrick um 13:46 Uhr in Lesen
Heute war definitiv ein guter Tag. Das Meckern hat wohl genützt und die Wolken sind strahlend blauem Himmel gewichen, wenn auch es relativ kalt geblieben ist. Habe mir heute in einem Gewaltmarsch Chungmuro, Myeongdong, Namdaemun und Markt, den Namsan samt N Seoul Tower (bei fantastischer Aussicht) angesehen und auf dem Rückweg noch einen schamanistischen Tempel im Norden Seouls und das Viertel Insadong »mitgenommen«. Ich schätzte meine 20 bis 25 km habe ich heute geschafft und so fühle ich mich auch. Hat aber gut getan.
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