Sakura (Kirschblüte) und Nara ‹ Japan
von Patrick um 11:55 Uhr in Lesen
Die guten Dinge gestern gingen sogar noch weiter: Als ich ins Hostel zurückkehrte, gab es für jeden Gast zur Feier der Kirschblüte (Sakura) ein Stück Torte und anschließend noch einen Becher Sake (japanischen Reiswein). Diese genoss ich zusammen mit einem Kanadier, den ich just zuvor in der Küche kennen gelernt hatte und mit dem ich (sowie später noch mit einem ebenso netten Taiwanesen (und passionierten Fotografen und Blogger ) einen interessanten Abend verbrachte.
Heute machte ich mich dann früh in Richtung Nara, etwa 40 km südlich von Kyoto, auf, wo wieder einiges an Weltkulturerbe auf mich wartete. Ebenfalls eine alte Hauptstadt Japans bot sich mit dem Todaiji-Tempel auch das größte Holzgebäude der Welt an, besichtigt zu werden. Dieser Tempel erwies sich dann auch als äußerst beeindruckend: ein wahrhaft gigantisches Gebäude, das in seinem Inneren einen weiteren Daibutsu (großen Buddha) beherbergt, noch weit größer, als der Daibutsu in Kamakura. Das Gebäude teilte ich mir mit Heerscharen von koreanischen Ajummas (wie habe ich diese Schirmmützen vermisst… :) ) und Menschenmengen aus weiteren Japanern, Chinesen und einigen Westlern. Sehr beeindruckend.
Siebter Tag: Tempel & Schreine in Nikko, Chuzenji-See und Kegon Fälle ‹ Japan
von Patrick um 10:02 Uhr in Lesen
Das gestrige Onsen-Bad tat tatsächlich sehr gut; leider scheint sich meine Erkältung jedoch eher zu verschlimmern als zu verbessern. Gerade fühle ich mich wieder zunehmend etwas fiebrig, daher nur ein kurzer Beitrag.
War gestern noch ein sehr schöner Tag mit strahlend blauem Himmel, war heute eher Waschküche angesagt. Kein Regen aber neblig und ungemütlich. Sobald die Sonne weg ist, ist es hier sehr kalt, definitiv unter 10 Grad. Nachdem ich mich heute morgen aus dem Bett gequält und fertig gemacht hatte, ging ich wieder zu den Tempeln und sah mir den Rest der Tempelanlagen und Schreine an. Wirklich extrem beeindruckend und insgesamt eine Atmosphäre, die mich etwas Chihiros Reise ins Zauberland (den Film) erinnert: überall diese Steinlaternen, reich geschmückte Tempel und Tore, Holzschnitzerereien und Lack, abgedunkelte Innenräume durch die man sich auf Socken bewegt und ab und an Musik oder der Klang von Klangschalen und Holzstöcken, die aufeinander geschlagen werden. Für einen Japanbesuch würde ich Nikko definitiv empfehlen.
Sechster Tag: Schlaflose Nacht, Shinkansen, Nikko und heiße Quellen ‹ Japan
von Patrick um 11:47 Uhr in Lesen
Heute gibt es eigentlich nicht so arg viel zu erzählen. Die Nacht war definitiv eine erinnernswerte der unangenehmen Art: nachdem ich mich gestern noch bei einem Bier von Kjetil verabschiedet hatte und so gegen 3 Uhr im Bett lag, konnte ich zunächst nicht einschlafen; das Bier hatte hier wohl eine etwas paradoxe Wirkung. Als ich dann gerade gegen 4 Uhr eingedöst war, ging eine Höllenmaschine von einem japanischen Handy an, das aber keinem zu gehören schien. So etwas habe ich noch nicht erlebt: es blinkte wie eine ganze Kirmes in verschiedensten Farben und unglaublich hell und spielte zuerst ein “Lied” (Pseudo-Heavy Metal) und alle weiteren zwei Minuten Gitarrenriffs in absolut unglaublicher Lautstärke. Da es ein japanisches Handy war, gelang es weder mir noch einem anderen Zimmer- und Leidensgenossen, das Handy abzuschalten, also ging der Spuk etwa eine geschlagene halbe Stunde, dann stellte es sich stumm. Einige der Schlafenden wachten nicht auf und machten auch sonst keine Geräusche, dass ich schon den Exitus vermutete, aber der Alkoholpegel war wohl auf Koma eingestellt. Jedenfalls wurden diese Amerikaner dann um Fünf Uhr von ihrer Lehrerin (?) lautstark und unter Zuhilfenahme eines Hostel-Angestellten, der das Zimmer öffnen musste, geweckt. Meinen Plan, um 7 Uhr aufzustehen, da ich früh nach Nikko aufbrechen wollte, gab ich dann um 5:30 Uhr geschlagen. Aus dem Bett schaffte ich es erst gegen kurz vor 10 Uhr, was mir eigentlich schon viel zu spät war. Aber was sollte ich machen, ausgeschlafen war ich auch noch lange nicht.
Vierter Tag: Kamakura, Daibutsu und unschöne Dinge ‹ Japan
von Patrick um 13:33 Uhr in Lesen
Heute war einerseits ein recht guter, anderseits ein richtig beschissener Tag. Gut war eigentlich fast alles außer einer einzigen Sache, die finde ich dafür umso bescheidener.
Heute morgen standen wir recht pünktlich auf und verließen das Hostel gegen 9 Uhr – wieder ohne Frühstück. Diesmal kauften wir uns auf dem Weg allerdings eine Bento-Box, das heißt eine japanische Lunchbox, gefüllt in meinem Fall mit Reis, eingelegtem Gemüse, wieder etwas Katsu und einem Stück geräucherten Fisch. Damit ausgerüstet machten wir uns wieder auf den Weg zur Tokyo-Station, um von dort aus einen Tagestrip nach Kamakura, etwa 80 km südlich von Tokyo entfernt zu starten.
Zweiter Tag: Tempel, Elektronik und Manga ‹ Japan
von Patrick um 16:24 Uhr in Lesen
Heute war ein langer Tag. Aber auch ein guter. Die Nacht schlief ich gut und habe auch weiterhin keine Probleme mit Jetlag. Um 8 Uhr morgens ging’s dann aus den Federn, recht erholt, denn gestern Abend war ich doch recht fertig. Nach einer Dusche frühstückte ich erstmal ausgiebig mit Kjetil, meinem norwegischen Mitstreiter, danach liefen wir zu Fuß nach Ueno, einem Stadtteil des eher “alten Tokyo”. Zunächst besuchten wir dort den großen Ueno-Park, einer der größten Parkanlagen Tokyos. Dort stehen auch die meisten Kirschbäume der Stadt, die zwar momentan noch nicht blühen, aber offensichtlich kurz vor dem Platzen stehen. Jedenfalls werden unter den Bäumen schon die Sitzgelegenheiten für die bevorstehende Hanami-Saison abgesperrt. Wir besuchten mit dem Tōshō-gū einen sehr schönen alten Schrein, der uns erstmals seit unserer Ankunft einen Einblick in das alte Japan bot. Nachdem wir uns etwas weiter im Park umgesehen hatten, beschloss Kjetil, sich den Zoo anzusehen, während ich mir weiter Ueno selbst mit seinen alten Häusern und Schreinen ansehen wollten. Wir verabredeten uns aber für drei Stunden später in Akihabara, einem anderen Stadtteil und gleichzeitig Elektronik- und Manga-Mekka Tokyos.
Erster Tag: Alles etwas irreal ‹ Japan
von Patrick um 12:14 Uhr in Lesen
Um es kurz zu machen: Ich bin in Tokyo. Ich kann es selbst noch nicht ganz glauben, aber allein was ich heute schon so gesehen habe, würde ich mir wohl kaum ausdenken… :) Für einen ersten Tag habe ich jedenfalls schon einiges erlebt. Finde ich.
Die Anreise an sich war recht unspektakulär. Alles lief soweit wie es sollte, nur in London-Heathrow, wo ich eine Zwischenlandung hatte, wurden ab gestern die Sicherheitsvorkehrungen verstärkt, daher mussten alle Passagiere durch insgesamt drei Handgepäckkontrollen, was dem Anschlussflug nach Tokyo eine halbe Stunde Verspätung einbrachte, was aber wiederum nicht weiter schlimm war. Der Flug selbst war ein olfaktorisch wenig angenehmes Erlebnis, da zwei Sitze neben mir ein mindestens 90jähriger mumienähnlicher Mann saß, der durchaus kräftig aus dem Mund roch. Ob er damit ein Problem hatte, weiß ich nicht, ich jedenfalls hatte damit eins. Denn alle Nase lang wehten seine Ausdünstungen zu mir herüber, was so manches Würgen hervor rief. Besser wurde es jedenfalls auch nicht, als die umsitzende japanische Reisegruppe kollektiv ihre Schuhe auszog und in bequeme Hauspantoffeln schlüpfte.
Thailand II: Songkran in Nong Khai
von Patrick um 23:43 Uhr in Lesen
Der Quelltext für diesen Beitrag wurde am 15. April 2005 verfasst.
Mittlerweile habe ich herausgefunden, dass ich, was die Hitze angeht, nicht zu empfindlich bin: Erstens klagen die Thais hier selbst über den dieses Jahr extrem heißen Sommer und zum anderen war der Tag, an dem ich zuletzt schrieb, tatsächlich mit 45 Grad im Schatten der heißeste Tag des Jahres bisher. Überdies noch war – laut Thai-Fernsehen – Udon Thani (die nächstgrößere Stadt) an diesem Tag der heißeste Fleck der ganzen Erde (an dem Temperatur gemessen wurde). Sechs der zehn heißesten Städte der Erde liegen zurzeit in Thailand. Im Moment geht’s aber. Wir hatten etwas Sturm und Regen und dabei hat es sich innerhalb einer Stunde um etwa 20 Grad abgekühlt. Das war dann auch wieder ein Schock. Den letzten Morgen war mir sogar fast kalt… Man gewöhnt sich doch recht schnell an die Temperaturen.
Die letzten Tage hatte ich wirklich den Spaß meines Lebens: Hier war (bzw. ist) ja Songkran, das thailändische Neujahr nach dem Mondkalender. Am Dienstag begann es, dass man auf der Straße nass gemacht wurde. Am Anfang trauten sich die Kinder und auch Erwachsene noch nicht so wirklich an mich heran und kamen nur etwas schüchtern zu mir und übergossen meine Hände mit etwas Wasser. Später kamen sie dann dafür zu fünft von allen Seiten mit ganzen Eimern. Bei der Hitze konnte mir das aber nur recht sein und alle hatten ihren Spaß dabei.
Thailand I: Von Ayutthaya nach Nong Khai
von Patrick um 14:25 Uhr in Lesen
Der Quelltext für diesen Beitrag wurde am 11. April 2005 verfasst.
Hallo zusammen mit einer ersten Nachricht aus Thailand!. Sonnig ist es hier. Heute für meinen Bedarf etwas zu sonnig. Aber bei 40 Grad im Schatten darf es mir wohl etwas zu heiß sein, oder? Ich bin natürlich einer der wenigen Bekloppten, die hier auch zur vollen Mittagshitze spazieren gehen. Es paar Einheimische sind durchaus auch unterwegs, aber offensichtlich schwitzen die nicht. Ich habe natürlich ein T-Shirt an, auf dem man meine momentane Befindlichkeit kartographisch ablesen kann. Nach spätestens fünf Minuten in der Sonne fühlt man sich schon, wie gerade aus der Dusche kommend, nur weniger erfrischt. Gegen die Hitze hier oben war Mexiko echt harmlos…
Koreanische Gastfreundschaft ‹ Korea
von Patrick um 13:11 Uhr in Lesen
Ich bin schwer beeindruckt. Um nicht zu sagen echt von den Socken. Ich hatte ja gestern geschrieben, dass ich zufällig einen jungen Koreaner im Namsan-Gebiet beim Wandern kennen gelernt hatte, mit dem ich mich für heute Morgen zum Ausflug nach Bulguksa und ins Nationalmuseum verabredet hatte. Ein klein wenig mulmig war mir ja schon, denn man steigt ja normalerweise nicht sofort zu Unbekannten in ein Auto, um in den Wald zu fahren, aber er machte einen hinreichend Vertrauen erweckenden Eindruck und ich hatte im Vorfeld genug über koreanische Goodwill Guides gelesen, dass ich keine größeren Befürchtungen hegte. Das, was dabei herausgekommen ist, hat mich aber wirklich beeindruckt.
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