Marissa Nadler: Thinking Of You ‹ Video
von Patrick um 22:02 Uhr in Hören, Sehen
Zur Melancholie, die mich gelegentlich um den Jahreswechsel befällt – die allerdings mitnichten so todtraurig ist, wie das folgende Video suggerieren mag – passt hervorragend das Lied Thinking Of You von Marissa Nadler. Und dies umso mehr, als dass ich das wundervolle Album Songs III: Bird On The Water der US-amerikanischen Singer/Songwriterin die letzten Tage rauf und runter gehört habe. Abgesehen davon erinnert mich die Musik auf angenehme Weise an die von mir ebenfalls sehr geschätzten Mazzy Star (demnächst vielleicht auch einmal auf diesem Kanal).
Last Year is Dead and Gone: Bye Bye Zweitausendundacht
von Patrick um 14:55 Uhr in Internes, Lesen

Foto: Frollein Schneeklang, gestern Nacht
Ich bin eigentlich kein Mensch der großartigen Jahresrückblicke. Dennoch: 2008 war ein Jahr der Umbrüche, der Entscheidungen und vieler Ungewissheiten. Und Zweitausendundacht war insgesamt – unterm Strich – ein sehr anstrengendes Jahr. Aber ein gutes und erfolgreiches. Sehr sogar. Neues Leben, neue Stadt, neue Wohnung, neuer Job, neue Menschen – letztere allerdings zusätzlich zu den ganzen tollen »alten« Menschen in der neuen wie in der alten Heimat.
Life:Reboot
von Patrick um 13:36 Uhr in Lesen
Mittlerweile bin ich also in Berlin. Ob ich wirklich schon angekommen bin kann ich noch nicht so recht sagen. Verschiedene widrige Umstände (die aber weniger an der Stadt liegen) haben mir den Start hier zumindest nicht ganz leicht gemacht, aber auch diese sollten sich im Laufe der nächsten ein bis maximal zwei Wochen wohl erledigt haben – und dann würde ich Berlin ganz gerne etwas mehr genießen… :)
Immerhin habe ich mit dem Umzug mein gesamtes bisheriges Leben komplett umgekrempelt: Neue Stadt, neuer Job, neue Wohnung, neues Leben. Irgendwie. Nicht, dass es einen konkreten Grund gegeben hätte, sondern einfach, weil ich Lust auf etwas neues hatte. Und habe.
Bis ich hier so ganz angekommen bin, wird wohl noch etwa Zeit vergehen. Bisher standen (und stehen zum Teil noch) die eher administrativen Dinge auf dem Programm. Ich hatte ganz vergessen, wie aufwändig so ein Umzug wirklich ist und wie viele Dinge er mit sich bringt um die man sich kümmern muss. Die Wohnung ist weitgehend eingerichtet und ich fühle mich in der neue Bleibe auch sehr wohl. Auch mein neuer Stadtteil gefällt mir; (fast) alles was ich zum täglichen Leben brauche ist vorhanden. Darüber hinaus ist er ein gutes Sprungbrett zu fast allen anderen Teilen der Stadt.
Was mir noch fehlt in der neuen Heimat ist so etwas wie ein persönlicher Alltag. Aber auch der wird wohl schneller da sein, als man so denkt. Ganz bestimmt jedenfalls wenn der neue Job startet. Bis dahin noch etwas den nicht vorhandenen Alltag genießen…
Kleine Katastrophen, Folge #?@
von Patrick um 21:58 Uhr in Lesen
Ich habe dieses Jahr irgendwie zunehmend weniger Glück. Erst Probleme mit meiner Speicherkarte und damit verbundenem Datenverlust im Urlaub, dann das Bonner Unwetter, das mir die Wohnung und den Keller unter Wasser setzt. Gestern gab es dann eine Fortsetzung im elektronischen Bereich. Das Leben beweist gelegentlich Talent für zynischen Humor…
Die Kurzform: Beim versuchten Einbau einer 500 GB-Festplatte als Backup-Medium (also um die Daten meiner anderen Festplatten darauf sicher zu können) ist mir eine der Festplatten, die ich eigentlich sichern wollte, durchgebrannt. Die Backup-Platte ließ sich leider nicht zu einem Betrieb bewegen und wird wieder zurück geschickt. Die Daten auf der anderen Festplatte sind vermutlich nicht mehr wieder herzustellen (zumindest zu einem Preis, den ich bereit wäre zu zahlen). Ich bin begeistert.
Gründe für meinen Wechsel von Feedburner
von Patrick um 23:00 Uhr in Internes
Ich wollte einmal näher auf die Gründe eingehen, die mich bewogen haben, den Service von Feedburner in Zukunft nicht mehr in Anspruch zu nehmen. An den Funktionen liegt es nicht, mit dem Service des Angebots bin ich nach wie vor zufrieden. Feedburner speichert den eigenen RSS-Feed zwischen und nimmt dadurch einige Last vom eigenen Server. Darüber hinaus man hat verschiedene Möglichkeiten den Feed aufzubereiten oder zu verschönern. Die Funktion, wegen der wohl die meisten Blogger Feedburner für ihre Feeds nutzen, ist aber wohl die Statistik, welche Auskunft über die (näherungsweise) Anzahl der Leser und die verwendeten Feedreader gibt. Seit einiger Zeit sind auch weitergehende Seitenstatistiken möglich. Zweifellos eine interessante Sache.
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Fushimi-Inari-Schrein, Gion und Einkäufe ‹ Japan
von Patrick um 11:38 Uhr in Lesen
Heute war ein guter Tag. Doch, wesentlich besser, als der gestrige. Er startete mit einem Ausflug zum Fushimi-Inari-Schrein (Fushimi-Inari-Taisha) im Süden Kyotos, wobei der Begriff “Schrein” dem ganzen nicht wirklich gerecht wird. Vielmehr handelt es sich um einen ganzen Berg, der übersäht ist mit einzelnen Altaren, Andachtsstätten, Gräbern (?) und Häusern der Andacht. Und berühmt ist dieser Schrein vor allem durch seine Wege, die von Tausenden von Torii (den roten japanischen Torbögen) gesäumt werden.
Der Besuch des Schreins war in jedem Fall ein weiteres Highlight meiner Reise: es ist ein unglaubliches Gefühl, auf insgesamt über 4 Kilometern im Wald auf einem Berg durch wahre Tunnel von roten Torii zu laufen, mal mehr, mal weniger dicht, mal fast dunkel, mal fällt Sonnenlicht durch die Zwischenräume. Zwischendurch trifft man immer wieder auf Plattformen und kleinere Anlagen, in denen Räucherwerk zwischen moosbedeckten Statuen brennt. Sehr beeindruckend.
Tage wie dieser… ‹ Japan
von Patrick um 13:43 Uhr in Lesen
Ich sitze im Moment in einem vergleichsweise teuren Internetcafé in Downtown Kyoto in dem man auch schlafen und duschen kann, 24 Stunden geöffnet natürlich. Und mit sehr hilfsbereitem Personal, ein Lichtblick am heutigen Tag. Und der war echt bescheiden.
Heute Morgen um 9 Uhr, nachdem alles schön mit einem gemütlichen Frühstück im Café angefangen hatte, ist mir wieder meine 4 GB CompactFlash-Speicherkarte verreckt. und zwar mit allen Fotos der letzten Woche, von Hiroshima über Osaka, Miyajima, Himeji und bisher allen Aufnahmen von Kyoto – und ich habe mir bereits fast alle Sehenswürdigkeiten gestern angesehen. Insgesamt knapp 400 Fotos von denen nicht wenige über dem Durchschnitt waren und auf die ich mich wirklich gefreut habe. Ich könnte wirklich schreien, ich bin richtig sauer. Und ich habe keine Ahnung, woran es liegt. Gestern Abend hatte ich noch einige weniger gelungene Aufnahmen gelöscht, an der Kapazität kann es nicht liegen.
Sechster Tag: Schlaflose Nacht, Shinkansen, Nikko und heiße Quellen ‹ Japan
von Patrick um 11:47 Uhr in Lesen
Heute gibt es eigentlich nicht so arg viel zu erzählen. Die Nacht war definitiv eine erinnernswerte der unangenehmen Art: nachdem ich mich gestern noch bei einem Bier von Kjetil verabschiedet hatte und so gegen 3 Uhr im Bett lag, konnte ich zunächst nicht einschlafen; das Bier hatte hier wohl eine etwas paradoxe Wirkung. Als ich dann gerade gegen 4 Uhr eingedöst war, ging eine Höllenmaschine von einem japanischen Handy an, das aber keinem zu gehören schien. So etwas habe ich noch nicht erlebt: es blinkte wie eine ganze Kirmes in verschiedensten Farben und unglaublich hell und spielte zuerst ein “Lied” (Pseudo-Heavy Metal) und alle weiteren zwei Minuten Gitarrenriffs in absolut unglaublicher Lautstärke. Da es ein japanisches Handy war, gelang es weder mir noch einem anderen Zimmer- und Leidensgenossen, das Handy abzuschalten, also ging der Spuk etwa eine geschlagene halbe Stunde, dann stellte es sich stumm. Einige der Schlafenden wachten nicht auf und machten auch sonst keine Geräusche, dass ich schon den Exitus vermutete, aber der Alkoholpegel war wohl auf Koma eingestellt. Jedenfalls wurden diese Amerikaner dann um Fünf Uhr von ihrer Lehrerin (?) lautstark und unter Zuhilfenahme eines Hostel-Angestellten, der das Zimmer öffnen musste, geweckt. Meinen Plan, um 7 Uhr aufzustehen, da ich früh nach Nikko aufbrechen wollte, gab ich dann um 5:30 Uhr geschlagen. Aus dem Bett schaffte ich es erst gegen kurz vor 10 Uhr, was mir eigentlich schon viel zu spät war. Aber was sollte ich machen, ausgeschlafen war ich auch noch lange nicht.
Fünfter Tag: Ginza, Erdbeben, Tokyo Tower und Harajuku ‹ Japan
von Patrick um 15:32 Uhr in Lesen
Der Tag heute begann etwas enttäuschend, da sich herausstellte, dass selbst mit einem speziellen Wiederherstellungsprogramm für Bilder auf defekten Speicherkarten meine Bilder offensichtlich nicht mehr zu retten sind. Vermutlich ist die Karte tatsächlich komplett hinüber. Abgesehen von dieser Erkenntnis war der Tag eigentlich recht gut.
Nach dem Frühstück machte ich mich – heute einmal alleine – auf den Weg nach Ginza, dem eher hochpreisigen Edelshopping-Viertel Tokyos. Zumindest einen Blick wollte ich darauf werfen, wenn es mich auch nicht unmittelbar so sehr interessierte. Der Start in den Tag, von diesem Zeitpunkt an, war deutlich besser. In der Bahn nach Tokyo las ich ein wenig in meinen Reiseführer und als ich aufblickte, stand ein kleines, etwa sechsjähriges Mädchen vor mir und präsentierte mir ernst und mit Verbeugung eines ihrer Erdbeerbonbons auf ihrer ausgestreckten Hand. Als ich es entgegen nahm und mich auch mit Verbeugung auf japanisch bedankte freute sich das kleine Mädchen sichtlich und auch Mutter und Oma hatten ihren Spaß. Wirklich niedlich!
Los geht’s
von Patrick um 20:54 Uhr in Lesen
Die letzten Tage habt ihr nichts von mir gelesen, was daran lag, dass ich sämtliche verfügbare Freizeit für die letzten Vorbereitungen genutzt habe: gepackt habe ich, etwas Kartenmaterial zusammengerafft und vor allem verschiedensten Kleinkram geregelt.
Jetzt wird noch der allerletzte Kleinkram geregelt, dann geht’s ins Bett und morgen früh dann zum Flughafen und über London ab nach Tokyo. Heute war ein sehr anstrengender Tag und ich bin froh, wenn ich im Bett liege. Gespannt, was mich die nächsten Wochen erwarten wird bin ich auf jeden Fall jetzt schon, die Urlaubsstimmung kommt wohl so etwa über Russland und ihr hört wieder von mir aus Tokyo…
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