Nichts als Gespenster
von Patrick um 22:39 Uhr in Kino & Filme, Persönliches
Wenn der Film nur halbwegs das hält, was der Score verspricht, muss ich demnächst dringend mal wieder ins Kino.
Neben der unterkühlten Tristesse der Website hatte mich bereits dieser Beitrag recht neugierig gemacht.
Fernsehabend
von Patrick um 22:14 Uhr in Fernsehtipps, Persönliches
Eine Dokumentation über Selbstverbrennungen von Frauen in Afghanistan und anschließend eine Dokumentation über das Massaker von Nanking. "Die Frauen wurden sowieso umgebracht, da konnten wir sie auch vorher vergewaltigen". Ist mir schlecht.
Meine eher seltenen Abende vor dem Fernseher waren auch schon mal entspannender…
Die arte-Dokumentation über Nanking kann übrigens noch die nächsten Tage auf arte+7 angesehen werden: Nanking 1937, eine Stadt wird vergewaltigt.
Logistik der Massen — Das Metrosystem von Tokyo
von um 19:01 Uhr in Fernsehtipps
Tokyo ist eine Megametropole, die notorisch aus allen Nähten platzt. Über 8 Millionen Menschen leben allein in Tokyo City. Im gesamten Ballungsraum sind es über 36 Millionen. Täglich strömen über 11 Millionen Pendler aus den Vororten hinein ins Zentrum. Zum arbeiten, studieren oder shoppen. Und Nirgendwo wird die Schiene mehr genutzt als in Japan. 24000 Kilometer durchlaufen das Land. Ein drittel davon allein in Tokyo.
Quelle: hitec/3sat
Einen sehenswerten, insgesamt eher technisch ausgerichteten Fernsehbeitrag über das Metrosystem von Tokyo im Speziellen und das japanische Bahnsystem generell, gab es am 22. April 2007 (und danach in diversen Wiederholungen) auf 3sat im Rahmen des Magazins hitec zu sehen. Wer die Sendung verpasst hat und über eine ausreichende Breitbandverbindung verfügt, kann sie sich in der ZDF-Mediathek auch zu jeder anderen gewünschten Uhrzeit in voller Länge ansehen.
Die Dokumentation gibt einen guten Kurzüberblick über das Bahnsystem in Tokyo und im Folgenden einen für technisch weniger Interessierte einen vermutlich etwas zu trockenen Einblick in die Logistik und Neuentwicklungen im Bereich des japanische Bahnverkehrs. Zumindest die ersten 10 der insgesamt knapp 28 Minuten sind aber jedem zu empfehlen, der sich vorab ansehen möchte, was in Japan möglicherweise auf ihn (oder sie) zukommt. Ich persönlich bin mit dem System recht gut zurecht gekommen und manches sieht aus der Ferne betrachtet oft einfach schlimmer aus, als es in der Realität tatsächlich ist. :)
Ubuntu auf 3sat
von um 11:33 Uhr in Fernsehtipps, Linux
Einen ganz netten einführenden Überblick zum Thema Ubuntu, Gründer Mark Shuttleworth (inklusive Interview) und seiner Firma Canonical gibt ein Beitrag aus der aktuellen 3sat-Sendung "Neues", der in der ZDF-Mediathek abgerufen werden kann.
Fernsehtipp: "Die jungen Tänzerinnen aus Pjöngjang" am 11.06.2007 auf arte
von um 21:18 Uhr in Fernsehtipps
arte zeigt am 11. Juni 2007 um 23:00 Uhr die Dokumentation "Die jungen Tänzerinnen aus Pjöngjang" alias "A State Of Mind".
"Nach dem im Jahr 2002 mit dem RTS Award ausgezeichneten Dokumentarfilm "The Games of Their Lives" erteilten die nordkoreanischen Filmbehörden […] die Dreherlaubnis für einen zweiten Dokumentarfilm: einen beobachtenden Dokumentarfilm, der über acht Monate lang zwei junge Turnerinnen und deren Familien bei den Vorbereitungen zu den so genannten Mass Games begleitet, einem Spektakel, an dessen real-sozialistischer Inszenierung Tausende von Menschen beteiligt sind und das an Ausmaß und Durchführung ihresgleichen sucht."
Quelle: arte TV
Ich hatte bereits schon einmal die Gelegenheit, diese Dokumentation anzusehen und kann sie absolut empfehlen. Sie bietet faszinierende Einblicke in ein Land, über das zum gegenwärtigen Zeitpunkt wohl so wenig bekannt ist wie über kaum ein zweites. Auch die Aussagen der Mädchen und ihrer Familien stimmen sehr nachdenklich, zeigen sie doch überdeutlich die Auswirkungen der Indoktrination des Kim Jong-il-Regimes auf das komplett abgeschirmte Volk. Armut sucht man in der Hochglanz-Dokumentation vergeblich, was wohl unter den Produktionsbedingungen ausgewählter Kontakte, durch die Regierung inszenierter Bilder, Überwachung und Zensur verständlich ist. Ein Interview mit Daniel Gordon, dem Regisseur des Films, sowie weiterführenden Links findet ihr auf den Seiten der BBC, den Trailer gibt es hier zu sehen:
Los geht’s
von um 20:54 Uhr in Alltag, Japan, Reisen allgemein
Die letzten Tage habt ihr nichts von mir gelesen, was daran lag, dass ich sämtliche verfügbare Freizeit für die letzten Vorbereitungen genutzt habe: gepackt habe ich, etwas Kartenmaterial zusammengerafft und vor allem verschiedensten Kleinkram geregelt.
Jetzt wird noch der allerletzte Kleinkram geregelt, dann geht’s ins Bett und morgen früh dann zum Flughafen und über London ab nach Tokyo. Heute war ein sehr anstrengender Tag und ich bin froh, wenn ich im Bett liege. Gespannt, was mich die nächsten Wochen erwarten wird bin ich auf jeden Fall jetzt schon, die Urlaubsstimmung kommt wohl so etwa über Russland und ihr hört wieder von mir aus Tokyo…
Der Yen im Steilflug
von um 21:45 Uhr in Alltag, Befindlichkeiten, Japan, Reisen allgemein
Gar nicht so lustig finde ich im Moment ja, dass sich der japanische Yen seit dem Börsencrash in China vor einigen Tagen gegenüber dem Euro täglich stärkt. Normalerweise interessieren mich Börsen‑ oder Währungsnachrichten ja nicht die Bohne, aber wenn mein anstehender Urlaub jeden Tag ungefähr 20 Euro teurer wird, bin ich doch nicht so begeistert.
Dabei war der Yen gegenüber dem Euro auf einem rekordverdächtig niedrigen Niveau und ist in den letzten Monaten konsequent weiter abgerutscht — was es momentan so preiswert wie kaum zuvor macht, nach und in Japan zu reisen. Seit dem Börsencrash vor einigen Tagen hat sich der Yen aber ein ganzes Stück erholt und ist in vier Tagen auf den Stand von vor knapp 4 Monaten zurückgefallen.
Immerhin hatte ich Glück im Unglück und habe meinen JapanRail Pass zum fast günstigsten Kurs gekauft; nur vier Tage später hätte ich schon über 20 Euro mehr gezahlt…
Nein, trotzdem auch in Zukunft kein Wirtschaftsblog an dieser Stelle… :)
House Land of the Rising Sun
von um 23:22 Uhr in Alltag, Befindlichkeiten, Japan, Korea, Reisen allgemein
Gerade schwelgte ich noch in Erinnerungen an Korea (Stichwort: "Haenyeo"), bereits in einigen Tagen geht es aber erst einmal woanders hin, wenn auch nicht weit entfernt von der koreanischen Halbinsel. Vielleicht lässt sich eine gewisse Konsequenz erkennen, wenn es mich nach einem Besuch im "Land der Morgenstille" dieses Jahr in das "Land der aufgehenden Sonne" führt, nur etwa 1–2 Flugstunden von Seoul entfernt.
In einigen Tagen geht es also via London direkt nach Tokyo und von dort aus weiter durch’s Land, worauf ich mich jeden Tag ein wenig mehr freue. Ich treffe gerade die letzten Vorbereitungen, mein JapanRail Pass war heute in der Post, sämtliche Unterkünfte sind ausnahmsweise mal in voraus gebucht, was zumindest eine gewisse Entspannung verspricht.
Haenyeo auf Jeju
von um 22:27 Uhr in Alltag, Dokumentationen, Reisen, Reisen allgemein
Durch Zufall habe ich gerade einen kurzen Beitrag auf 3sat über Haenyeo (해녀, "Meerfrauen") auf Jeju in Südkorea gesehen. Diese Frauen tauchen oft mehrere Stunden täglich ohne Sauerstoffgerät im Meer nach Muscheln, Schnecken, Seeigeln und anderen Meeresfrüchten, um diese an Genossenschaften oder auch direkt, frisch aufgeschnitten, roh an Kunden zum Genuss zu verkaufen, wie ich es selbst auch letztes Jahr auf Jeju erleben durfte. Neben den gesundheitlichen Problemen, die das Tauchen über die Jahre mit sich bringt, ist auch der Nachwuchs ein Problem. Fast alle Haenyeo tauchen schon seit ihrer Jugend und sind mittlerweile durchaus respektable Ajummas in den 50ern. Jüngere Frauen finden sich kaum für den traditionsreichen aber harten Beruf, was langsam aber sicher zu einem Aussterben der Haenyeo führt. Wer aber sollte es jungen Frauen verdenken, dass sie eine gute Ausbildung dem harten Leben im Meer vorziehen.
Dieser Bericht und die Bilder haben jedenfalls direkt meine Reiselust und –stimmung wachgerüttelt. Irgendwann reise ich auch noch ein weiteres Mal nach Korea, gibt es doch noch so viel, was ich mir gerne noch oder noch einmal vertieft ansehen möchte. Erst einmal geht es aber woanders hin, wenn auch nicht weit von Jeju-do, was mich gleich zum nächsten Thema führt… :)
Neue Abenteuer warten…
von um 23:01 Uhr in Befindlichkeiten, Reisen allgemein
Wer mich kennt (und vielleicht auch der ein oder andere mehr oder weniger regelmäßige Leser), weiß, dass ich leidenschaftlich gerne reise. Ich versuche, jedes Jahr zumindest eine größere Reise zu realisieren. Auch dieses Jahr steht wieder eine solche an — und zwar schon recht bald.
Die letzten Wochen und vor allem Tage habe ich meine Freizeit hauptsächlich dazu genutzt, diese anstehende nächste Reise ein wenig vorzubereiten. Ich habe interessante Orte herausgesucht, eine Route festgelegt und einer (halbwegs entspannten) Machbarkeitsprüfung unterzogen. Ausnahmsweise habe ich auch schon einmal vorab sämtliche Unterkünfte der Tour gebucht, was ich noch nie vorher gemacht habe. Diesmal erschien es mir aber absolut sinnvoll, alleine schon aus Kosten‑ und Nervengründen. Wie sich in den letzten Tagen herausstellte, ein sehr durchaus sinnvolles Unterfangen, denn ein Teil meiner vorherigen Planung — so musste ich leider feststellen — musste ich direkt über den Haufen werfen, da alle für mich akzeptablen Unterkünfte bereits komplett gebucht sind. Neugierig? Na hoffentlich! :) Wo es hingehen wird, werde ich allerdings erst später verraten… Nein, keine Polarexpedition, aber — wie die letzten Jahre auch — eine komplett selbst organisierte Rundreise mit dem Rucksack auf den Spuren von Land & Leuten.
Was ich aber schon einmal verraten möchte ist, dass ihr herzlich dazu eingeladen seid, mich auf dieser Reise zu begleiten. Fliegen werde ich alleine, aber ich werde regelmäßig von unterwegs berichten, so, wie ich es auch schon zum Beispiel auf meiner Reise durch Südkorea im letzten Jahr getan habe. Ich würde mich jedenfalls freuen, wenn auch ihr ein wenig Spaß daran habt, zumindest ein wenig im Geiste mit mir zu reisen. Auch über gegebenenfalls notwendige Aufmunterung und andere Kommentare freue ich mich natürlich sehr… :)
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