Japan » Zurück in Tokyo
von um 13:54 Uhr in Japan, Reiseberichte
Den heutigen Morgen ließ ich etwas ruhiger angehen und blieb ein wenig länger im Bett liegen als gewöhnlich. Nachdem ich mich noch etwas weiter nett mit meinen Zimmer-Mitbewohnern unterhalten hatte, die samt und sonders ebenfalls heute weiter zogen, machte ich mich schließlich gegen 9 Uhr auf zum Kyoto Eki, reservierte einen Sitzplatz und saß um 9:35 Uhr im Hikari Super Express Shinkansen nach Tokyo. Zweieinhalb Stunden später dann kam ich wieder in Tokyo an — nicht ohne bei dem schönen Wetter heute aus dem Zug einige Blicke aus der zweiten Reihe, denn Fensterplätze waren aus, auf den (zeitweise, denn das geht mitunter sehr, sehr schnell) unverhüllten Mt. Fuji in ganzer Pracht werfen zu dürfen.
Wieder im Sakura Hostel angekommen, machte ich mich, nachdem ich meine Habseligkeiten etwas sortiert hatte, wieder einmal auf den Weg zum Sensō-ji, aß an einem Straßenstand auf dem Weg zur Metrostation und fuhr nach Ueno, um ein wenig Hanami ("Blütenschau") zu betreiben. Die Kirschblüte hier in Tokyo ist allerdings seltsamerweise schon weitgehend durch, wobei sie in Kyoto gerade auf dem Höhepunkt ist — seltsam, weil Kyoto doch ein ganzes Stück südlicher liegt. Vielleicht liegt es aber an den Bergen rund um Kyoto…
Japan » Sakura (Kirschblüte) und Nara
von um 11:55 Uhr in Japan, Reiseberichte
Die guten Dinge gestern gingen sogar noch weiter: Als ich ins Hostel zurückkehrte, gab es für jeden Gast zur Feier der Kirschblüte (Sakura) ein Stück Torte und anschließend noch einen Becher Sake (japanischen Reiswein). Diese genoss ich zusammen mit einem Kanadier, den ich just zuvor in der Küche kennen gelernt hatte und mit dem ich (sowie später noch mit einem ebenso netten Taiwanesen (und passionierten Fotografen und Blogger) einen interessanten Abend verbrachte.
Heute machte ich mich dann früh in Richtung Nara, etwa 40 km südlich von Kyoto, auf, wo wieder einiges an Weltkulturerbe auf mich wartete. Ebenfalls eine alte Hauptstadt Japans bot sich mit dem Todaiji-Tempel auch das größte Holzgebäude der Welt an, besichtigt zu werden. Dieser Tempel erwies sich dann auch als äußerst beeindruckend: ein wahrhaft gigantisches Gebäude, das in seinem Inneren einen weiteren Daibutsu (großen Buddha) beherbergt, noch weit größer, als der Daibutsu in Kamakura. Das Gebäude teilte ich mir mit Heerscharen von koreanischen Ajummas (wie habe ich diese Schirmmützen vermisst… :)) und Menschenmengen aus weiteren Japanern, Chinesen und einigen Westlern. Sehr beeindruckend.
Japan » Fushimi-Inari-Schrein, Gion und Einkäufe
von um 11:38 Uhr in Japan, Reiseberichte
Heute war ein guter Tag. Doch, wesentlich besser, als der gestrige. Er startete mit einem Ausflug zum Fushimi-Inari-Schrein ("Fushimi-Inari-Taisha") im Süden Kyotos, wobei der Begriff "Schrein" dem ganzen nicht wirklich gerecht wird. Vielmehr handelt es sich um einen ganzen Berg, der übersäht ist mit einzelnen Altaren, Andachtsstätten, Gräbern (?) und Häusern der Andacht. Und berühmt ist dieser Schrein vor allem durch seine Wege, die von Tausenden von Torii (den roten japanischen Torbögen) gesäumt werden.
Der Besuch des Schreins war in jedem Fall ein weiteres Highlight meiner Reise: es ist ein unglaubliches Gefühl, auf insgesamt über 4 Kilometern im Wald auf einem Berg durch wahre Tunnel von roten Torii zu laufen, mal mehr, mal weniger dicht, mal fast dunkel, mal fällt Sonnenlicht durch die Zwischenräume. Zwischendurch trifft man immer wieder auf Plattformen und kleinere Anlagen, in denen Räucherwerk zwischen moosbedeckten Statuen brennt. Sehr beeindruckend.
Japan » Tage wie dieser…
von um 13:43 Uhr in Japan, Reiseberichte
Ich sitze im Moment in einem vergleichsweise teuren Internetcafé in Downtown Kyoto in dem man auch schlafen und duschen kann, 24 Stunden geöffnet natürlich. Und mit sehr hilfsbereitem Personal, ein Lichtblick am heutigen Tag. Und der war echt bescheiden.
Heute Morgen um 9 Uhr, nachdem alles schön mit einem gemütlichen Frühstück im Café angefangen hatte, ist mir wieder meine 4 GB CompactFlash-Speicherkarte verreckt. und zwar mit allen Fotos der letzten Woche, von Hiroshima über Osaka, Miyajima, Himeji und bisher allen Aufnahmen von Kyoto — und ich habe mir bereits fast alle Sehenswürdigkeiten gestern angesehen. Insgesamt knapp 400 Fotos von denen nicht wenige über dem Durchschnitt waren und auf die ich mich wirklich gefreut habe. Ich könnte wirklich schreien, ich bin richtig sauer. Und ich habe keine Ahnung, woran es liegt. Gestern Abend hatte ich noch einige weniger gelungene Aufnahmen gelöscht, an der Kapazität kann es nicht liegen.
Japan » Interim
von um 14:04 Uhr in Japan, Reiseberichte
Im Moment ist, überall wo ich bin, der Internetzugang dermaßen teuer, dass ich online keine Berichte schreiben kann bzw. möchte. Ich werde versuchen vielleicht morgen oder spätestens übermorgen einmal ein Internetcafé zu suchen und von dort aus etwas ausführlicher von mir hören zu lassen.
Gestern bin ich jedenfalls in Kyoto angekommen, hatte den gestrigen Tag auf halber Strecke für einen Besuch von Himeji respektive der dort gelegenen Burg mit Tom genutzt und war heute den ganzen Tag in Osaka unterwegs. Sogar halbwegs erfolgreich, denn ich habe immerhin eine Morita Doji-CD (eine "Best Of") gefunden, nachdem man mir gestern schon in einem Laden gesagt hatte, das höre heute keiner mehr, da wäre ich etwa 20 Jahre zu spät…
Morgen werde ich dann mal Kyoto in Angriff nehmen… :)
Japan » Wieder ein kurzes Lebenszeichen
von um 15:49 Uhr in Japan, Reiseberichte
Nachdem der Server wohl einige Zeit ausgefallen war, ist die Seite wieder zurück. Es könnte aber sein, dass Emails verloren gegangen sind. Wer mir also in den letzten zwei bis drei Tagen geschrieben hat möge dies bitte wiederholen, bei mir ist nichts angekommen.
Ich bin immer noch in Hiroshima, habe mir gestern das volle Atombombenprogramm gegeben, das tatsächlich emotional recht fordernd war. Das Museum hier ist wirklich sehr gut und gibt viele Informationen zu Atombomben generell und zum Abwurf auf Hiroshima im speziellen. Nichts für empfindliche Gemüter, denn einige der ausgestellten Gegenstände sind ziemlich heftig. So kann man unter anderem abgefallene Haut, ausgefallenen Fingernägel und ausgefallene Haare einiger Opfer betrachten, von expliziten Fotos von verbrannten und verstümmelten Menschen mal ganz abgesehen. Neben dem Museum existiert ein hervorragendes "Memorial Center", in dem man sich unter anderem Berichte Überlebender als Videos und Texte ansehen bzw. –hören kann. Aber mehr dazu ein anderes mal.
Heute machte ich mit Tom und Emma, beide Briten — der eine aus London mit charakteristischem Akzent "Oh, you’re so cockney!"), die andere eher posh mit Queen Elisabeth-Englisch (und beide äußerst nett) — einen Ausflug zur "Schrein-Insel" Miyajima, einem der "most scenic spots" Japans und Heimat des berühmten Itsukushima-Schreins. Sehr lohnend in der Tat. Ich fürchte, ich habe mir einen Sonnenbrand geholt. Außerdem gab es Rehe, die einem die Karten aus der Hand fraßen (bei der Touristeninformation wird explizit darauf hingewiesen, dass verspeiste JapanRail-Pässe nicht ersetzt werden können) und wilde Affen auf dem Misen-Berg. Aber ich schreibe wirr, also später mehr. Mir geht’s jedenfalls ziemlich gut. Morgen verlasse ich Hiroshima wieder, aber — ihr ahnt es schon — dazu später mehr… :)
Japan » Hakone
von um 13:30 Uhr in Japan, Reiseberichte
Da das Internet für den Moment zu funktionieren scheint, versuche ich mich mal an einem kurzen Bericht der letzten Tage.
Von Nikko aus fuhr ich via Tokyo mit dem Shinkansen nach Odawara, dem Tor zu Hakone, dem vermutlich liebsten Naherholungsgebiet der Tokyoter und nur knapp 40 Minuten mit dem Shinkansen von Tokyo entfernt. Die Gegend ist ein Nationalpark in einer Vulkangegend, d.h. man hat viel Natur, Wanderwege und Berge und — für die Japaner recht wichtig — heiße Quellen ("Onsen").
In Odawara kaufte ich mir den drei Tage gültigen Hakone Free Pass, mit dem ich mich frei mit allen Verkehrsmitteln in der Region bewegen konnte, da Japan Rail hier nicht operiert und die Gegend fest in der Hand privater Gesellschaften ist. Mit dem Bus fuhr ich dann nach Moto-Hakone, etwa eine Stunde im Nationalpark schön am Ashi-See gelegen und bei gutem Wetter mit (theoretisch) tollem Blick auf den Mount Fuji.
Japan » Lebenszeichen
von um 12:47 Uhr in Japan, Reiseberichte
Ja, ich lebe noch, habe die letzten beiden Tage ohne Internetzugang im Hakone Nationalpark zugebracht, habe den Mt. Fuji gesehen, schwarze, in vulkanischem Schwefelquellwasser gekochte Eier gegessen (die mich um Jahre länger leben lassen sollen, glaubt man der Legende) und bin heute in Hiroshima angekommen, aber mit ziemlich bescheidener Internetverbindung und jede Menge Leuten im Nacken, die ebenfalls auf einen Computer warten. Wenn ich morgen die Zeit finde, werde ich in ein Internetcafé gehen und von dort aus etwas ausführlicher berichten…
Japan » Achter Tag: Oyama, Tochigi und nette Menschen
von um 14:44 Uhr in Japan, Reiseberichte
Heute war ein sehr interessanter Tag, der mir sicher einige zusätzliche Einblicke in Japan und seine Bewohner verschafft hat, wie ich sie sonst nur schwer hätte bekommen können.
Ich hatte ja bereits geschrieben, dass ich für heute kurzfristig eine Verabredung getroffen hatte. Hintergrund ist der, dass ich letztes Jahr in Seoul am Tag meiner Ankunft im Hostel ein japanisches Geschwisterpärchen kennengelernt hatte. Mit diesen beiden, Kumiko und Koju, war ich öfters abends zusammen essen und auch direkt am ersten Abend unmittelbar nach meiner Ankunft "adoptierten" sie mich direkt und nahmen mich mit auf einen koreanischen Nachtmarkt, wo es, knapp eine Stunde in Seoul angekommen, abenteuerliches Essen gab. Zu Kumi hatte ich das letzte Jahr weiter sporadisch Kontakt und just ein paar Tage, bevor ich nach Japan flog, meldete sie sich. Und fragte, wann ich denn nach Japan käme. "Morgen" war die Antwort… :) Wir schauten dann nach einer Möglichkeit, uns zu treffen, und fanden kurzfristig die Gelegenheit, uns heute in ihrer Heimatstadt Oyama, etwa auf halber Strecke zwischen Nikko und Tokyo gelegen.
Um halb 10 Uhr heute morgen machte ich mich also auf den Weg nach Oyama, denn wir waren für 12 Uhr verabredet. In Utsunomiya stieg ich um, nicht ohne mir einige Mochi, eine sehr sättigende japanische Süßigkeit, für den Weg zu kaufen, und war pünktlich um 10 vor 12 Uhr in Oyama, wo auch schon Kumi — wie verabredet — am Ausgang stand.
Japan » Erdbeben
von um 13:19 Uhr in Japan, Reiseberichte
Habe ich nicht gesagt, dass ich ziemlich unempfindlich bin, was Erdbeben angeht und nicht mal merke dass eins stattfindet wenn ich drauf stehe? Heute muss das wieder passiert sein, wenn man den Nachrichten trauen darf. Und zwar ein richtig heftiges Erdbeben.
Zu dem Zeitpunkt muss ich gerade auf dem Weg zur Bahnstation gewesen sein und eigentlich hätte ich vermutlich etwas merken müssen, denn das Erdbeben fand offensichtlich keine 300 km von Nikko, wo ich mich momentan befinde, statt und dauerte laut Artikel etwa 30 Sekunden. Ich kann aber nur feststellen: Ich habe rein gar nichts gemerkt. Hätte ich nicht zufällig die Meldung gelesen, hätte ich nicht einmal etwas vermutet. Naja, das darf von mir aus auch ruhig so bleiben. Einfallende Häuser um mich herum brauche ich nicht notwendigerweise, weder zu Hause noch auf Reisen…
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