Fernsehtipp: "Die jungen Tänzerinnen aus Pjöngjang" am 11.06.2007 auf arte
von um 21:18 Uhr in Fernsehtipps
arte zeigt am 11. Juni 2007 um 23:00 Uhr die Dokumentation "Die jungen Tänzerinnen aus Pjöngjang" alias "A State Of Mind".
"Nach dem im Jahr 2002 mit dem RTS Award ausgezeichneten Dokumentarfilm "The Games of Their Lives" erteilten die nordkoreanischen Filmbehörden […] die Dreherlaubnis für einen zweiten Dokumentarfilm: einen beobachtenden Dokumentarfilm, der über acht Monate lang zwei junge Turnerinnen und deren Familien bei den Vorbereitungen zu den so genannten Mass Games begleitet, einem Spektakel, an dessen real-sozialistischer Inszenierung Tausende von Menschen beteiligt sind und das an Ausmaß und Durchführung ihresgleichen sucht."
Quelle: arte TV
Ich hatte bereits schon einmal die Gelegenheit, diese Dokumentation anzusehen und kann sie absolut empfehlen. Sie bietet faszinierende Einblicke in ein Land, über das zum gegenwärtigen Zeitpunkt wohl so wenig bekannt ist wie über kaum ein zweites. Auch die Aussagen der Mädchen und ihrer Familien stimmen sehr nachdenklich, zeigen sie doch überdeutlich die Auswirkungen der Indoktrination des Kim Jong-il-Regimes auf das komplett abgeschirmte Volk. Armut sucht man in der Hochglanz-Dokumentation vergeblich, was wohl unter den Produktionsbedingungen ausgewählter Kontakte, durch die Regierung inszenierter Bilder, Überwachung und Zensur verständlich ist. Ein Interview mit Daniel Gordon, dem Regisseur des Films, sowie weiterführenden Links findet ihr auf den Seiten der BBC, den Trailer gibt es hier zu sehen:
Männerphantasien
von um 17:03 Uhr in Kurioses
Ein Schelm, wer böses dabei denkt…

[vor einiger Zeit im Netz gefunden]
"Wahre Liebe wartet" auf Chinesisch
von um 22:44 Uhr in Kurioses, Multimedia, Musik
Eine chinesische Bekannte brachte mich auf diese durchaus sehenswerte wie kurios moralische Flash-Animation, die den Titel "关于…爱…" ("About… Love…", "Über… Liebe…") trägt. Für alle unter 16jährigen nur bedingt geeignet, mit einem durchaus ansprechenden Soundtrack ("感情生活" — übersetzt mit "Sentimental Life" — von Faye Wong alias Wang Fei alias 王菲) und äußerst unterhaltsamen englischen Untertiteln, widmet sich das Filmchen existenziellen Fragen zum Thema Liebe und Partnerschaft. Also, viel Spaß beim Anschauen und Definieren des eigenen Lebensfilms — und nicht vergessen: All is your life manner decision!
Cooking Cute
von um 12:41 Uhr in Kulinarisches
Süß kochen kann jeder, dass es aber auch niedlich geht zeigt Ngoc, eine wahre Visionärin im Reich der Bento-Boxen auf ihrer Seite Cooking Cute. Die aus Vietnam stammende Hobbyköchin hat es sich zur Aufgabe gemacht, immer neue äußerst appetitlich klingende und — vor allem — aussehende Lunchboxen im japanischen Stil zu ersinnen und so anzurichten, dass auch das Auge eine Menge davon hat. Und wer schon immer nach einer Möglichkeit gesucht hat, seine Kinder (oder von mir aus auch Männer, Frauen, Freunde oder Freundinnen) zum Essen von Gemüse oder anderer tendenziell gesunder Kleingerichte zu bewegen oder einfach nur nach einem originellen Mitbringsel sucht, der sollte bei Cooking Cute definitiv mal vorbei schauen. Ich werde ganz bestimmt einmal versuchen, das ein oder andere Rezept nachzubauen…
Was aber genau sind eigentlich Bento-Boxen? Der Begriff Bento oder O-Bento stammt aus Japan und bezieht sich im allgemeinen auf eine verpackte für eine einzelne Person portionierte Mahlzeit zum Mitnehmen, also quasi eine japanische Lunchbox. Größere Abpackungen gibt es aber auch für Picknicks oder etwa Parties. Ein Bento besteht üblicherweise aus Reis oder Nudeln und einer Proteinquelle (z.B. Fleisch, Geflügel, Fisch oder Tofu) zusammen mit Beilagen aus rohem, gekochtem, gedämpftem oder eingelegtem Gemüse. Traditionell werden in Japan Bento-Boxen von Hausfrauen für ihre Kinder oder Ehemänner zubereitet, eine große Auswahl kann aber auch in spezialisierten Geschäften, Convienience Stores oder in Bahnhöfen käuflich erworben werden — ein Angebot, das ich selbst in Japan gerne genutzt habe.
Ein bißchen Katastrophe… oder: Unwetter über Bonn
von um 21:40 Uhr in Persönliches
Vor nicht ganz drei Stunden bin ich mit Mühe und Not und der Deutschen Bahn von der Arbeit nach Hause gekommen und habe die gesamte Zeit danach ausschließlich mit meiner Versicherung telefoniert, mein Wohnzimmer (im ersten Stock!) trockengelegt, meine Küche trockengelegt, den Keller zumindest begutachtet, nachdem ihn die Feuerwehr ausgepumpt und freigegeben hat. Ich bin echt fertig…
Mittlerweile hat sich die Situation für mich zumindest dahingehend etwas beruhigt, dass ich zumindest absehen kann, dass sich der tatsächliche finanzielle Schaden für mich in Grenzen hält. Nachdem ich die 10–20 Liter Wasser aus meinem Wohnzimmer, meiner Küche und meinem voll gelaufenen Backofen (!) — es hat mir das Wasser wohl durch die Spüle bis in den ersten Stock hoch gedrückt — gewischt hatte, lüfte ich hier schon seit geraumer Zeit und hoffe mal, dass alles zügig durchtrocknet und mir der der Laminat-Boden nicht in ein paar Tagen hochkommt — immerhin stand das Wasser mindestens schon ein bis zwei Stunden darauf. Die Teppiche sind definitiv hinüber, die Möbel sollten das Hochwasser hoffentlich überleben, nur meinen Herd werde ich heute sicherlich nicht mehr in Betrieb nehmen… auch wenn ich brutalen Hunger habe.
Geräuschmäßig dominieren die letzten Stunden Sirenen, Feuerwehrpumpen, Kettensägen und aufgeregte Menschen. Bonn muss es wirklich ziemlich schwer erwischt haben. Selbst mitbekommen habe ich nur wenig, obwohl ich in einem etwas außerhalb gelegenen Stadtteil Bonns arbeite. Es hat dort halt heftig geregnet, aber das war’s auch schon. Die Berichterstattung spricht aber schon von heftigem Chaos für die Bonner Innenstadt und auch andere Bonner Blogger sind offensichtlich zumindest peripher betroffen.
Update 22:30 Uhr: Hier noch ein Artikel des WDR zu dem Unwetter:
Tearliner Reloaded
von um 22:22 Uhr in Musik
Vor etwas über einem Jahr habe ich aus Südkorea Musik der koreanischen Indie-Band Tearliner (티어라이너) mitgebracht, für gut befunden und auch hier auf »kammerflimmern« kurz vorgestellt. Westliche Quellen zu asiatischer Independent-Musik sind erfahrungsgemäß eher rar, da sich zum einen das Interesse in relativ eng definierten Grenzen hält, zum anderen natürlich meist die Sprachbarriere eine Rolle spielt, da viele dieser Bands in ihrer Muttersprache singen, was aber auch ohne tieferes Sprachverständnis für mich persönlich einen Teil des Reizes ausmacht.
Was ich aber eigentlich nur sagen möchte ist, dass es jetzt auch ein kurzes englischsprachiges und durchaus interessantes Interview mit Park Sung Hoon (박성훈) alias "Liner", seines Zeichens Mastermind hinter Tearliner, gibt. Bei Interesse findet ihr dieses Interview auf London Korean Links.
Wer sich einmal einen musikalischen Eindruck der Band verschaffen möchte, kann sich in Liners Blog einige komplette Songs anhören, leider allerdings nur im MediaPlayer-Format. Aber das ist schließlich Geschmackssache…
Einige meiner liebsten WordPress-Plugins
von um 00:49 Uhr in Internes, WordPress
Auch ich möchte die Aufforderung von Michael vom Software Guide zum Anlass nehmen, einmal einige meiner liebsten und in meinen Augen nützlichsten WordPress-Plugins vorzustellen:
Bad Behavior
Um Kommentar-Spam bereits im Vorfeld weitestgehend zu unterbinden, nutze ich das Bad Bahavior-Plugin für WordPress. Dieses filtert Seitenbesucher, die sich in definierten Weisen "verdächtig" verhalten, im Vorfeld aus; will heißen, blockiert für diese den Seitenzugriff. Im Allgemeinen sollte dies nur für automatisierte Spambots gelten, bekannten Bots wird weiter Zugriff auf die Seite gewährt. Theoretisch wäre zwar denkbar, dass damit auch der ein oder andere "normale" Besucher, dessen Browser vielleicht ungewöhnliche Informationen sendet, diesem Reglement zum Opfer fallen könnte, in der Praxis kann ich dies für meine Seite bisher nicht bestätigen. Fakt ist, das mein Akismet-Zähler für das letzte halbe Jahr Blog-Betrieb bei noch 34 Spam-Kommentaren steht, die Bad Bahavior überwunden haben.
Similar Posts
Dieses nützliche Plugin zeigt für einen Beitrag mögliche "ähnliche" Beiträge an. Dabei analysiert das Plugin jeden Beitrag, speichert häufig verwendete Begriffe in einem "benutzerdefinierten Feld" und sucht aufgrund dieser Stichwörter ähnliche Beiträge. Die gespeicherten Begriffe kann man dabei durch eine so genannte "Stopliste" von in der verwendeten Sprache oder von einem persönlich besonders häufig verwendeten Worten filtern lassen, so dass man Artikel, Füllwörter und andere nicht signifikante Worte sehr gut aussortieren kann. Mit ein wenig Arbeit bringt dieses Plugin bei mir recht gute Ergebnisse, wobei ich im Vorfeld schon verschiedene Alternativen versucht hatte. "Similar Posts" ist programmiertechnisch sicher noch etwas verbesserungswürdig, es leistet in meinen Augen aber sehr gute Arbeit.
WordPress 2.2
von um 23:06 Uhr in Internes, WordPress
Gerade habe ich die heute neu erschienene WordPress-Version 2.2 aufgespielt und bin extrem positiv überrascht. In den letzten Tagen (Wochen?) und auch gerade heute bei einigen Tests hatte ich festgestellt, dass die letzte WordPress-Version nicht so richtig wollte: Wenn ich Einträge in der Datenbank modifiziert habe (z.B. einen Tippfehler nachträglich korrigiert), d.h. im Administratorenbereich Beiträge bearbeitet und anschließend gespeichert habe, hat es mir manchmal die ganze Seite abgeschossen, so dass das Blog für die nächsten 20+ Minuten nicht erreichbar war. Alle Versuche die Seite zu laden, liefen ins Leere. Ich dachte schon, es läge vielleicht am Provider oder der SQL-Datenbank, allerdings lief die Hauptdomain www.kammerflimmer.net weiter ganz normal. Die neue Version dagegen scheint im ersten Test wesentlich flüssiger zu laufen (geradezu im Turbo), was meinen Verdacht bezüglich WordPress 2.1.3 allerdings wohl bestätigt hat. Gut ist das und sorry, falls es jemanden von euch mit diesem Problem einmal getroffen hat…
Musik aus Japan » Tsuji Ayano (つじあやの)
von um 00:47 Uhr in Musik
Über Tsuji Ayano (つじあやの) weiß ich eigentlich gar nicht so viel. Eigentlich hatte ich vor dem heutigen Tag auch noch nie zuvor von ihr gehört, aber bei meinen Empfehlungen auf last.fm war sie irgendwie dabei und ihre Musik — und natürlich ihre Ukulele — gefielen mir auf Anhieb. Also recherchierte ich einige Informationen über die Dame und schaute mir Videos von ihr auf YouTube an, die ich euch im folgenden natürlich nicht vorenthalten möchte. Neben der Musik betreibt Ayano übrigens auch ein recht aktives Blog für den geneigten Fan und Leser, welcher der japanischen Sprache mächtig ist.
Tsuji Ayano wurde am 6. Januar 1978 in Kyoto geboren, wo sie auch studierte. Bisher veröffentlichte sie sechs Vollzeitalben sowie zahlreiche kleinere Produktionen und Singles und ist gegenwärtig beim japanischen Label Speedstar Records unter Vertrag. Ihr Song "風になる" ("Kaze Ni Naru") fand Verwendung im Studio Ghibli-Film "The Cat Returns", ein Umstand, der ihr großen Erfolg einbrachte und ihr darüber hinaus eine größere Hörerschaft erschloss.
Fräulein Tsuji macht eine Art leichtfüßigen japanischen Singer/Songwriter-Pop mit Ukulele — angeblich da sie ihre Hände für eine richtige Gitarre zu klein fand und bei der Ukulele hängen blieb –, der bei aller Eingängigkeit eher außerhalb des großen J-Pop-Mainstreams steht. Definitiv mit viel (nerdigem) Charme, indem sie mich wieder ein wenig — bei allen musikalischen Unterschieden — an Tate Takako erinnert, die ich bereits früher vorgestellt habe und die ihr eher etwas jungenhaftes Auftreten teilt. Und nerdig bis zum Anschlag sind auch ihre Videos — und dabei auf eine augenzwinkernde Weise so extrem sympathisch, dass ich beim Ansehen doch mehr als einmal sehr breit grinsen musste.
Spam Poetry-Slam
von um 21:18 Uhr in Kurioses
Da schaut man einmal zufällig ausnahmsweise genauer in eine Spam-Mail und entdeckt, dass Spammer mittlerweile (durch offensichtlich zusammengeklaute und teil (maschinen‑) übersetzte Texte) fast eine Art Slam-Poetry generieren:

Ich sehe qasi vor meinem inneren Auge, wie auf einer verrauchten Bühne — vielleicht in Berlin — ein junger Mann engagiert diesen Text vorträgt. Trotz aller Poesie muss ich der Mail eine glatte 6 attestieren: Ich konnte selbst nach komplettem Lesen keinen Sinn darin finden und noch nicht mal einen Link zum anklicken gibt es. Nicht, dass ich den im Leben freiwillig angeklickt hätte, aber man möchte ja dann vielleicht doch mal wissen, wer einem diese poetischen Perlen serviert. Wie auch immer, ich möchte schließen mit einem weiteren Zitat:
Kaufleute und zuerst.
Nutzen Sie auch. Genutzt hat es wenig.
Raummetaphern und Raumstruktur im Hypertext.

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