Musik aus Japan » Morita Doji (森田童子)
von um 01:16 Uhr in Musik
Nachdem ich etwas über Tate Takako geschrieben habe, muss ich natürlich auch über ein anderes gewichtiges Mitbringsel aus Japan, Morita Doji (森田童子) (oder "Morita Douji", je nach Romanisierung), berichten, die ich bereits in Japan erwähnt hatte. Ihre Musik kenne ich bereits seit längerer Zeit und sie gehört definitiv zu der von mir am meisten geschätzten Musik überhaupt. Ich habe in Japan die Gelegenheit genutzt, vor Ort nach einer CD von Morita Doji zu suchen und habe nicht locker gelassen, bis ich schließlich in Osaka ein Album in Form einer "Best Of"-CD in meinen Händen hielt.
Und wer ist das nun? Morita Doji ist eine etwas obskure Psych-Folk‑ Singer/Songwriterin, die in den 1970er‑ und beginnenden 80er-Jahren in Japan aktiv war und eine gewisse Popularität genoss. Heutzutage ist ihre Musik weitgehend in Vergessenheit geraten, aber für ihre (vor allem für ihre Vinyl‑) Alben werden Sammlerpreise gezahlt. Da es meines Wissens keinerlei Informationen über sie auf Deutsch gibt und auch nur wenige auf Englisch, hier noch die spärlichen Informationen, die ich über sie habe:
Musik aus Japan » Tate Takako (タテタカコ)
von um 01:26 Uhr in Musik
Seit ich in Tokyo bei Tower Records Shibuya in das nagelneue Album "イキモノタチ" ("Ikimonotachi ") der mir vorher gänzlich unbekannten japanischen Sängerin Tate Takako (タテタカコ) hinein gehört habe (und ich dort innerhalb Sekunden beschloss, dass ich dieses Album haben müsse, geht mir ihre Musik nicht mehr aus dem Kopf. Das Album (sowie im Laden kostenlos dazu geschenktes Merchandise in Form von Poster und Postkarte) habe ich natürlich aus Japan mitgebracht und die CD ist seitdem bei mir auf Dauer-Replay.
Und was macht Tate Takako für Musik? Schwer zu beschreiben, eine eigenwillige junge Frau, ihr Klavier und ihre Blockflöte. Eine Art verquerer, klavierlastiger avantgardistischer Singer/Songwriter-Hippiefolk. Sicher nichts für jeden Geschmack, denn dazu ist die Musik eindeutig zu kantig und zu wenig Mainstream. Ich jedenfalls finde sie wundervoll, für mich persönlich definitiv eine große Entdeckung dieses Jahres. Sollte jemand durch die wenigen Worte neugierig geworden sein: Meine Anspieltipps sind die Tracks 2, "身ひとつ" ("Mi Hitotsu") und die aktuelle Single, die auch separat erhältlich ist, Track 4, "ワスレナグサ" ("Wasurenagusa").
Von letzterer habe ich auch das Video auf YouTube gefunden, dass es dann natürlich auch an dieser Stelle zu sehen gibt. Nicht allzu spektakulär möchte ich sagen, ich habe aber schon wesentlich schlechteres gesehen:
Japan » Zurück in Tokyo
von um 13:54 Uhr in Japan, Reiseberichte
Den heutigen Morgen ließ ich etwas ruhiger angehen und blieb ein wenig länger im Bett liegen als gewöhnlich. Nachdem ich mich noch etwas weiter nett mit meinen Zimmer-Mitbewohnern unterhalten hatte, die samt und sonders ebenfalls heute weiter zogen, machte ich mich schließlich gegen 9 Uhr auf zum Kyoto Eki, reservierte einen Sitzplatz und saß um 9:35 Uhr im Hikari Super Express Shinkansen nach Tokyo. Zweieinhalb Stunden später dann kam ich wieder in Tokyo an — nicht ohne bei dem schönen Wetter heute aus dem Zug einige Blicke aus der zweiten Reihe, denn Fensterplätze waren aus, auf den (zeitweise, denn das geht mitunter sehr, sehr schnell) unverhüllten Mt. Fuji in ganzer Pracht werfen zu dürfen.
Wieder im Sakura Hostel angekommen, machte ich mich, nachdem ich meine Habseligkeiten etwas sortiert hatte, wieder einmal auf den Weg zum Sensō-ji, aß an einem Straßenstand auf dem Weg zur Metrostation und fuhr nach Ueno, um ein wenig Hanami ("Blütenschau") zu betreiben. Die Kirschblüte hier in Tokyo ist allerdings seltsamerweise schon weitgehend durch, wobei sie in Kyoto gerade auf dem Höhepunkt ist — seltsam, weil Kyoto doch ein ganzes Stück südlicher liegt. Vielleicht liegt es aber an den Bergen rund um Kyoto…
Japan » Sakura (Kirschblüte) und Nara
von um 11:55 Uhr in Japan, Reiseberichte
Die guten Dinge gestern gingen sogar noch weiter: Als ich ins Hostel zurückkehrte, gab es für jeden Gast zur Feier der Kirschblüte (Sakura) ein Stück Torte und anschließend noch einen Becher Sake (japanischen Reiswein). Diese genoss ich zusammen mit einem Kanadier, den ich just zuvor in der Küche kennen gelernt hatte und mit dem ich (sowie später noch mit einem ebenso netten Taiwanesen (und passionierten Fotografen und Blogger) einen interessanten Abend verbrachte.
Heute machte ich mich dann früh in Richtung Nara, etwa 40 km südlich von Kyoto, auf, wo wieder einiges an Weltkulturerbe auf mich wartete. Ebenfalls eine alte Hauptstadt Japans bot sich mit dem Todaiji-Tempel auch das größte Holzgebäude der Welt an, besichtigt zu werden. Dieser Tempel erwies sich dann auch als äußerst beeindruckend: ein wahrhaft gigantisches Gebäude, das in seinem Inneren einen weiteren Daibutsu (großen Buddha) beherbergt, noch weit größer, als der Daibutsu in Kamakura. Das Gebäude teilte ich mir mit Heerscharen von koreanischen Ajummas (wie habe ich diese Schirmmützen vermisst… :)) und Menschenmengen aus weiteren Japanern, Chinesen und einigen Westlern. Sehr beeindruckend.
Japan » Fushimi-Inari-Schrein, Gion und Einkäufe
von um 11:38 Uhr in Japan, Reiseberichte
Heute war ein guter Tag. Doch, wesentlich besser, als der gestrige. Er startete mit einem Ausflug zum Fushimi-Inari-Schrein ("Fushimi-Inari-Taisha") im Süden Kyotos, wobei der Begriff "Schrein" dem ganzen nicht wirklich gerecht wird. Vielmehr handelt es sich um einen ganzen Berg, der übersäht ist mit einzelnen Altaren, Andachtsstätten, Gräbern (?) und Häusern der Andacht. Und berühmt ist dieser Schrein vor allem durch seine Wege, die von Tausenden von Torii (den roten japanischen Torbögen) gesäumt werden.
Der Besuch des Schreins war in jedem Fall ein weiteres Highlight meiner Reise: es ist ein unglaubliches Gefühl, auf insgesamt über 4 Kilometern im Wald auf einem Berg durch wahre Tunnel von roten Torii zu laufen, mal mehr, mal weniger dicht, mal fast dunkel, mal fällt Sonnenlicht durch die Zwischenräume. Zwischendurch trifft man immer wieder auf Plattformen und kleinere Anlagen, in denen Räucherwerk zwischen moosbedeckten Statuen brennt. Sehr beeindruckend.
Japan » Tage wie dieser…
von um 13:43 Uhr in Japan, Reiseberichte
Ich sitze im Moment in einem vergleichsweise teuren Internetcafé in Downtown Kyoto in dem man auch schlafen und duschen kann, 24 Stunden geöffnet natürlich. Und mit sehr hilfsbereitem Personal, ein Lichtblick am heutigen Tag. Und der war echt bescheiden.
Heute Morgen um 9 Uhr, nachdem alles schön mit einem gemütlichen Frühstück im Café angefangen hatte, ist mir wieder meine 4 GB CompactFlash-Speicherkarte verreckt. und zwar mit allen Fotos der letzten Woche, von Hiroshima über Osaka, Miyajima, Himeji und bisher allen Aufnahmen von Kyoto — und ich habe mir bereits fast alle Sehenswürdigkeiten gestern angesehen. Insgesamt knapp 400 Fotos von denen nicht wenige über dem Durchschnitt waren und auf die ich mich wirklich gefreut habe. Ich könnte wirklich schreien, ich bin richtig sauer. Und ich habe keine Ahnung, woran es liegt. Gestern Abend hatte ich noch einige weniger gelungene Aufnahmen gelöscht, an der Kapazität kann es nicht liegen.
Japan » Interim
von um 14:04 Uhr in Japan, Reiseberichte
Im Moment ist, überall wo ich bin, der Internetzugang dermaßen teuer, dass ich online keine Berichte schreiben kann bzw. möchte. Ich werde versuchen vielleicht morgen oder spätestens übermorgen einmal ein Internetcafé zu suchen und von dort aus etwas ausführlicher von mir hören zu lassen.
Gestern bin ich jedenfalls in Kyoto angekommen, hatte den gestrigen Tag auf halber Strecke für einen Besuch von Himeji respektive der dort gelegenen Burg mit Tom genutzt und war heute den ganzen Tag in Osaka unterwegs. Sogar halbwegs erfolgreich, denn ich habe immerhin eine Morita Doji-CD (eine "Best Of") gefunden, nachdem man mir gestern schon in einem Laden gesagt hatte, das höre heute keiner mehr, da wäre ich etwa 20 Jahre zu spät…
Morgen werde ich dann mal Kyoto in Angriff nehmen… :)
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